Heimat- und Geschichtsverein Amorbach e.V.

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Aktuelle Meldungen:

Geschichten rund um den Amorbacher Bahnhof

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Die beliebte Veranstaltungsreihe der Amorbacher „Babelrunden“ setzte der Heimat- und Geschichtsverein am 10.11.2012 mit einer Veranstaltung im „Gleis 1“, bei der Bahnhof und Bahnlinie im Blickpunkt standen, fort.
Zu Beginn fand die Besichtigung des Salon- und Konferenzwagens „Fürstin Eilika zu Leiningen“ großes Interesse. Das sehr schöne Ambiente wurde allgemein bestaunt.
Die Teilnehmer erfuhren, dass diese Räumlichkeit, die für ca. 40 Personen Platz bietet, für Feiern vermietet werden kann und auch für Tagungen und Konferenzen nutzbar ist.
Der nebenstehende Schlafwagen wird erst im Jahr 2013 fertiggestellt werden.
Dort sind dann 34 Schlafplätze vorhanden, die auch mit Halbpension vermietet werden können.
Auf dem ehemaligen Bahnhofareal sind noch weitere Erweiterungen geplant. So soll als weiterer Anziehungspunkt die „Udo-Lindenberg-Lok“ aufgestellt werden, die Udo Lindenberg als „Sonderzug nach Pankow“ besingt.
In der anschließenden Gesprächsrunde erinnerte sich Bertram Beck an die verschiedenen Gebäude wie den Lokschuppen, die Güterhalle und den dort ansässigen Kohlenhandel, die ein Spielparadies für die Kinder darstellten. Die Holzlager dienten hierbei als natürliche Klettergerüste.
Karl Häfner informierte, dass das Areal vor der Güterhalle in verschiedene Plätze eingeteilt und an Amorbacher Firmen vermietet waren. So hatte die Firma Häfner den Platz 3 für 140 Reichsmark pro Jahr gemietet. Durch den Bau der Umgehungsstraße wurden diese Plätze aufgelassen. Natürlich wollte die Bahn ihre Kunden behalten und bot ihnen Zuschüsse an, wenn entsprechend viele Waggons weiterhin in Anspruch genommen würden.
Vorstandsmitglied Reinhard Zang führte fachkundig durch den Nachmittag und dokumentierte anhand von zahlreichen Bildern die Geschichte des Amorbacher Bahnhofs.
So wurde die Bahnstrecke Miltenberg-Amorbach im Jahr 1880 durch das Königreich Bayern fertig gestellt. Auch das Großherzogtum Baden baute von Gerolzahn bis Walldürn eine Bahnstrecke. Zug um Zug wurden dann die gesamten Strecken bis 1889 ausgebaut. Dies war zu dieser Zeit schon wichtig für den einsetzenden Tourismus, denn wer einen Bahnhof hatte, konnte davon auch profitieren.
Selbst der erste Bundespräsident Theodor Heuss hat als Bahnfahrer in Amorbach seine Hochzeitsreise unterbrochen. Das dokumentiert eine Zeichnung, mit der er am 14.4.1908 vom Bahnhof aus die Stadtpfarrkirche als Motiv wählte.
Reinhard Zang informierte weiter, dass im Jahr 2011 weit über 1000 Besucher Gast im Bahnhofsmuseum waren, das sich aber auch im laufenden Jahr noch großer Beliebtheit erfreut.
Zum Abschluss bedankte sich der 1. Vorsitzende des Heimat-und Geschichtsvereins Bernhard Springer für das Interesse an der heutigen Babbelrunde und für die vielen schönen Erinnerungen zu diesem Thema.

Bruno Giegerich

 
Bilder der Babbelrunde sind in der Bildergalerie „Verein“ zu sehen!
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